Unser Wohnaufbau

… ist das Resultat vieler Überlegungen, Erfahrungen und Kompromisse. Die wichtigste Überlegung: ich will den Aufbau selber machen, dann versteh ich wie alles zusammengehört und funktioniert, kann es dabei nach unserem Gusto entwerfen. Ausserdem macht das Pischta-Kischtle-Bauen Spass – naja, nicht immer – und man kann viel Geld sparen – auch nicht immer :-o

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Wichtigste Kriterien waren:

- langstreckentauglich und pistenfest, dh. robust, rüttel- und schüttelfest
- der Aufbau soll leicht sein und nicht die Geländeeigenschaften des Mogs kastrieren – am Besten wäre natürlich KEIN Aufbau
- so klein als möglich, so gross wie nötig – aber da scheiden sich alle Geister….
- günstige Gewichtsverteilung, d.h. Krempel bleibt zuhause, der Rest in Stauräumen unten
- Sitzplätze im Aufbau – 4 Leute im Fahrerhaus geht leider nicht
- Durchgang zum Fahrerhaus
- Stehhöhe – Haltungsschäden kommen im Alter von alleine
- Notdusche – wozu gibt es Campingplätze, Hotels und Wellness-Oasen ?!
- Portapotti – hauptsächlich für den ‘Notfall’
- Licht! Luft! Freie Sicht! – grosse Fenster und eine Dachhaube
- Wasser in Kanistern – kann man besser befüllen, tragen, reinigen, je nach Wasserqualität trennen
- Einrichtung lieber funktional-praktisch, kein Gelsenkirchner Holzbarock
- tropentauglich, alles soll auch in grosser Höhe sowie im Schnee funktionieren
- einfacher 2-Flammen-Gaskocher
- für die kalten Gebirgsnächte: eine Diesel-Standheizung
- Verzicht auf Klimaanlagen, Fussbodenheizung, Teakmöbel, Granitarbeitsplatten und Solaranlagen
sowie noch hundert andere Details und Überlegungen…

Von der Zeit, als ich noch mit Motorrad, Rucksack und Zelt unterwegs war, weiss ich, dass man mit wenig und sinnvoller Ausrüstung sehr gut auskommen kann. Allerdings verleitet ein Unimog mit seiner Zuladung und seinem Stauraum gerne dazu, zuviel und vor allem unnötige Dinge mitzunehmen. Mit der wichtigste Aspekt über Durchkommen oder Hängenbleiben im Gelände ist das GEWICHT des Fahrzeuges. Deshalb unsere Devise – bevor wir uns mühsam aus Schlammlöcher bergen müssen, ohne die wir uns ohne das Zusatzgewicht nicht festgefahren hätten, lassen wir lieber die 5-to-Seilwinde, doppelte Bergeausrüstung und die 4 Ersatzräder zuhause…

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