… wird nach unserer Einschätzung oft überbewertet. Auf Reisen – so stellten wir fest – machen wir uns morgens einen Kaffee oder Tee und essen Brot, Obst oder Müsli.

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Das Mittagessen fällt oft mit einem frühen Abendessen zusammen und hier gehen wir auf Reisen der Einfachheit halber gern und oft essen. Auch empfinden wir das kulinarische Entdecken der befahrenen Gegend als einen wichtigen Aspekt des Reisens und der Besuch eines netten Restaurants, eines Geheimtipp-Nudelshops oder einer überlaufenen Garküche ist mir manchmal wichtiger als der eines Museums oder Tempels ;-) Und ausserdem: ich reise doch nicht nach Indien, China oder sonstwohin um dort Ravioli und Tütensuppen zu essen!

Und wenn wir selber kochen, dann beschränken wir uns meist auf einfache Gerichte – Eintöpfe, Suppen, Spaghetti (ich kann Wochen von Pasta leben ;-) etc. Wilde Brutzelorgien gibt es kaum, vor allem da wir so gut wie kein Fleisch essen. Und wenn Fleisch oder Fisch, dann bitte schön an einem Lagerfeuer. Nach unserer Erfahrung ist das Kochen im Freien sowieso schöner und kommunikativer. Für solche Fälle haben wir einen Benzinkocher im Stauraum. Auf jeden Fall halten wir einen 4-Flammenherd mit 90cm-Backofen auf Reisen für etwas übertrieben…

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Gas ist mir zwar suspekt und ich wollte unseren Brennstoffbedarf ausschliesslich auf Diesel (Dieselkocher und Dieselstandheizung) beschränken, aber die Realität schaut anders aus: der Wallas-Dieselkocher ist zwar schön und gut, allerdings nicht gerade ein Wunder an Brennleistung. Desweiteren benötigt er ziemlich lange, bis er in Fahrt kommt; wenn man dann fertig mit Kochen ist, heizt er noch recht lange nach. Desweiteren hat der Dieselkocher zwei weitere Nachteile: er ist empfindlich bei zunehmender Höhe und verrusst gerne oder versagt gar seinen Dienst. Und er sollte einen separaten Dieseltank in der Küchenzeile haben. Das war für mich das KO-Kriterium. Dieselgestank im Koch-Ess-Wohn-Schlafzimmer? Nein, Danke!

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Kurzentschlossen ist der Dieselkocher wieder verkauft worden und seitdem ist ein Edelstahl-2-Flammen-Gaskocher aus dem Yachtbau bei uns im Dienst. Ohne Geruch, ohne Vor- oder Nachheizzeit, dafür mit einer ordentlichen Heizleistung. Mich ärgert zwar etwas die Gasflasche, aber da nur der Kocher daran hängt, sollte diese auch lange halten und vor allem sicher sein. Mit einem Handgriff ist sie nach dem Kochen abgedreht und vor dem Kochen wieder geöffnet. Und da es jede Menge Adapter gibt, kann man die Flasche auch in fernen Ländern wieder auffüllen.

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