Wasser ist das wichtigste Lebenselixier und es ist daher eine Grundvoraussetzung, dass man ausreichend Trink- und Brauchwasser in guter Qualität mitnehmen kann. Bei der Konzeption unserer Wasseranlage habe ich lange hin und her überlegt und wollte ‘natürlich’ zuerst auch eine perfekte Anlage mit grossen Tanks, Wasserfilterung und Boiler einbauen. Aber wenn man sich mal überlegt, wie man so eine Anlage ‘sicher’ bekommt (frostsicher, Algenbildung in den Tanks, Rückverkeimung durch die Wasserfilter, Kontamination von Gut-Wasser durch nachgetanktes Weniger-Gut-Wasser, etc), dann stellt man schnell fest, dass auch hier eine einfachere Lösung zwar in der Handhabung unbequemer, aber bedeutend günstiger und sicherer sein kann.

Konkret: Anstatt nun grosse Tanks, Entlüftungen, Druckwasserpumpen, Druckspeicher, Boiler, Umkehr-Osmose-Filter, UV-Tank-Belichtungseinheit, Verrohrung, etc mühsam und für viel Geld und mit noch mehr potentiellen Fehlerquellen zu verbauen, sind bei uns 8 Kautex-Kanister von der Bundeswehr mit je 20l Inhalt im Mog. Das Wasser wird mit einer einfachen Tauchpumpe zum Wasserhahn in der Spüle gepumpt. Müssen wir das Wasser filtern, nehmen wir einen Katadyn Syphon-Filter, der völlig stromlos nach dem Schwerkraft-Prinzip funktioniert. Eine Verkeimung des Trinkwassers wird mit Micropur verhindert. Weitere Vorteile der Kanister: diese können einfach befüllt, getragen, gereinigt und im Schadensfalle ausgetauscht werden. Warmwasser wird mit dem Wasserkessel auf dem Gasherd erzeugt bzw mit einem schwarzen Schweizer Wassersack, der einfach in die Sonne gelegt wird. Zum (Not-)Duschen im bzw hinter dem Mog wird das Wasser im Kanister entsprechend vorgemischt.
Unser Abwasserkanister ist ein einfacher Eimer an der Anhängekupplung – mit automatischer Lenzeinrichtung auf holpriger Strasse. Bevor nun Mecker kommt: da ist eh nur Seifen- oder Nudelwasser drin. Gespült wird eh meistens in einer Spülschüssel im Freien, das Spülwasser (wir verwenden natürlich nur 100% biologisch abbaubare Seife !) kommt dann unters nächste Gebüsch.

Generell gehen wir mit diesem Setup deutlich wassersparender um, als es mit grossen Tanks der Fall wäre.
Ansonsten werden wir Trinkwasser auch käuflich erwerben – 1,5 l PE-Flaschen, Bier, Wein ;-)
Aus Spass an der technischen Spielerei werde ich vielleicht mal versuchen, eine kleine Solardestille zur Trinkwassergewinnung zu basteln.

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