Unser ‘alter’ Freund und Nachbar Max aus Lenggries wollte nochmal die Welt sehen und die Gelegenheit nutzen, dass er Freunde und Nachbarn in China hat. Max ist in der Tat ‘alt’, nämlich 82 Jahre. Und durchaus welterfahren: er arbeitete 25 Jahre im Strassenbau in Zentralafrika, hat mehrfach die Sahara mit diversen Fahrzeugen durchquert und kann endlose Geschichten aus seiner Arbeitszeit erzählen. Z.B. wie ein störrischer Baum mit Dynamit aus dem Weg gesprengt wird, wie man Autos mit einem Bagger über einen Fluss hievt oder Sandbleche mit einem Seil am Wagen anbindet, damit man nicht dauernd danach suchen oder gar graben muss ;-)

Wir bemühten uns, ihm ein wenig Shanghai und Umgebung zu zeigen und fuhren u.a. an den Westlake nach Hangzhou. Dieser See gilt bei den Chinesen als der ‘perfekte’ See und wurde – man glaubt es kaum – in Beijing am Sommerpalast nachgebaut. Das mussten wir uns natürlich auch anschauen. Mit Max hüpfte ich in einen Nachtzug (auch eine interessante Erfahrung!) und rumpelte in 12 Stunden nach Beijing. Dort schauten wir uns den Tienamen-Platz, die verbotene Stadt, die grosse Mauer und den Sommerpalast an. Natürlich durfte auch ein Besuch im grössten Peking-Enten-Restaurant nicht fehlen und Max schlug sich mit den Stäbchen ganz tapfer!

Der Heimflug war dann etwas beschwerlich – wir kamen in einen Taifun-Ausläufer und wurden kurzerhand nach einem recht schaukeligen Flug nach Ningbo umgeleitet. Nach mehreren Stunden Aufenthalt ging es dann in den frühen Morgenstunden nach Shanghai zurück, so dass wir im Morgengrauen endlich ins Bett kamen.

Abschluss des Besuches von Max bildete eine Fahrt mit dem Transrapid oder Maglev, wie er hier in Shanghai heisst. Das Wunderwerk deutscher Technik ist bis 430 km/h freigegeben und natürlich lässt es sich der chinesische Zugührer nicht nehmen, auf jeder Fahrt bis 431 km/h zu beschleunigen: Push the limit!