Ja mei, in Bayern zuhause und dann während der Wiesn-Zeit nicht auf die Wiesn gehen?! Das geht ja gar nicht. Also stürzte sich die Frau ins Dirndl, ich mich in die Haferlschuhe und setzten uns samt Kindern in den BOB (Bayerische Oberland-Bahn) und eilten an einem Donnerstag ‘auf Mingga’. Leider hatte die Schönwetterperiode ein Ende und es war grau. Unterwegs wurde es kühler und feuchter, es tröpfelte, bei der Einfahr nacht München regnete es. Bis wir auf der Wiesn waren, goss es. So macht das nicht unbedingt Spass, aber wenn wir schon mal da sind….

Auf zur Fischer-Vroni, ein Steckerlfisch essen. Das hat Tradition, das schmeckt. Nebenbei kann man sich an dem Feuergraben aufwärmen ;-) Weiter ging es zu diversen Fahrtgeschäften, gebrannten Mandeln, etc. War aber alles nur halb so lustig, da nass und kalt. Naja, aber wenn wir schon mal da sind.

Schliesslich kamen wir in ein Festzelt, trafen Schwiegermama samt einigen Freunden und Bekannten und taten das, warum man eigentlich zur Wiesn kommt: Anstossen, Essen, Trinken, Schunkeln und Fröhlichsein. Wir hielten es sogar bis in den frühen Abend aus, das Zielwasser hatte sogar für ein paar Plastikrosen gereicht (oder hatte ich so gezittert, dass die verzogenen Läufe wieder kompensiert wurden?!) – egal, wir hatten trotz oder gerade wegen allem einfach nur Spass. Wir hüpften dann beizeiten in ein Taxi, fuhren wieder mit dem BOB nach Lenggries und wärmten uns mit einer heissen Badewanne wieder auf. Schee wars…