Ostern! Zeit für die Familie, Zeit für eine kleine Kurzreise. Wir wollten ursprünglich in die Innere Mongolei, liessen uns dann aber davon überzeugen, dass es einfach noch nicht die richtige Reisezeit ist.

Eine weitere Alternative wären die gelben Berge (Huangshan) gewesen, aber auch da passte der Reise-Schedule mit unserem knappen Zeitfenster nicht zusammen. Ausserdem durften wir davon ausgehen, dass sich an einem verlängerten Wochenende halb China dort auf den Bergen versammelt und darauf hatten wir auch keine rechte Lust.

Da bekam Christin eine email mit einem Oster-Special-Sonderangebot. Sanya, Hainan-Island, ist eigentlich eher nach meinem bisherigen Kenntnisstand das Mallorca Chinas – voll, überfüllt, laut, hektisch, nicht besonders reizvoll, aber warm und sonnig. Naja – wer es nicht besucht und selber nach dem Rechten schaut, kann nicht mitreden. Wir bekamen noch sehr günstige Flüge dazu und plötzlich hatten wir 4 ganze Tage in einem schönen Hotel (Kempinski) und keine hoch geschraubten Erwartungen.

Es kam, wie es kommen musste: es hat uns ausgesprochen gut gefallen. Das Hotel war nicht ausgebucht, der Pool mit den Wasserrutschen klasse, der Strand gross und sauber, das Wetter nicht zu heiss und so fanden wir uns an der Südspitze Chinas zu etwas verdammt, was wir sonst nie tun: Nichts-tun. Keine Emails, keine Arbeit, keine Telefonate, keine Hektik, kein Ich-muss-unbedingt-noch….

Dafür haben wir uns den ganzen Tag auf einem Liegestuhl im Schatten geräkelt und einfach nur gelesen. Ab und an gingen wir mal ins Wasser, abends spielten wir Tischfussball, genossen die frischen Früchte und die kalten Getränke. Tranken eine Kokosnuss an der Poolbar und erfreuten uns einfach an dem Gefühl Zeit zu haben. Warum ist es nicht immer so?! Leider war am Ostermontagabend die Herrlichkeit vorbei – abends ging der Flieger wieder nach Shanghai…

Bester Spruch des Kurzurlaubs: … bin ich jetzt aber voll – kann ich dein Toast haben?!